Grafikkarte: Leistung

Grafikkarte: Leistung

Die Leistung einer Grafikkarte ist leider nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Vor allem dann nicht, wenn man ältere und neuere Grafikkarten miteinander vergleicht. Als kleine Hilfe bieten wir Ihnen hierfür unseren Grafikkarten Leistungsvergleich an. Bei dem Sie die unterschiedlichen Modelle Hersteller-übergreifend in Relation zueinander stellen können. Sie können aber auch andere Merkmale als Leistungsvergleich heranziehen. So zum Beispiel den Preis einer Grafikkarte.

Leistungsklasse
Anwendungsgebiet
Preisklasse
Enthusiast
anspruchsvolle Computerspiele
mit höchster Darstellungs-Qualität
ab 300 Euro
Oberes Ende
anspruchsvolle Computerspiele
mit hoher Darstellungs-Qualität
ca. 150-300 Euro
Durchschnitt
Multimedia und Computerspiele
mit normaler Darstellungs-Qualität
ca. 75-150 Euro
Unteres Ende
Büro, Multimedia und Computerspiele
mit niedriger Darstellungs-Qualität
bis 75 Euro

Während früher die Grafikkarten in zwei oder drei Leistungsklassen einsortiert wurden, verwendet man mittlerweile auch schon vier Leistungsklassen. Auch das Angebot an Grafikkarten innerhalb einer Leistungsklasse hat deutlich zugenommen. Dadurch entsteht ein großes – nahezu unüberschaubares – Spektrum an Grafikkarten, welches sich auf das Kaufverhalten vieler Anwender auswirkt. Denn statt sich für ein konkretes Produkt zu entscheiden, wie es früher oft der Fall war, zeigen sich aktuelle Grafikkarten-Kunden sehr unschlüssig und wägen ab, ob sie nicht vielleicht doch ein leicht leistungsfähigeres Produkt wählen oder gar eine Leistungsklasse höher einsteigen. Um sich auf diese Weise Leistung auf Vorrat einzukaufen. Schließlich werden zukünftige Computerspiele noch anspruchsvoller und die aktuell gekaufte Grafikkarte dürfte dann den kommenden Ansprüchen nicht mehr genügen.

Dabei sollte man bedenken, dass der Preis exponentiell zur Leistung steigt. Ein Leistungszuwachs von 50% kostet bei einer Grafikkarte im unteren Leistungssegment vielleicht 20 Euro mehr. Ein Leistungszuwachs von 15% im Enthusiast-Segment, kann dagegen auch mal 100 Euro mehr kosten. Ein Leistungskauf auf Vorrat ist daher ein teures Unterfangen, je höher man die Leistungsklasse aufsteigt, desto teurer wird das „bisschen mehr Leistung“. Wer dagegen kosten-bewusst handeln möchte, sucht sich eine Grafikkarte für seine gegenwärtigen und nicht für seine zukünftigen Ansprüche. Auf diese Weise kann man das gesparte Geld, in naher Zukunft sehr viel besser investieren. Denn die Leistungsfähigkeit zukünftiger Grafikkarten ist bei gleichem oder niedrigerem Preis höher. Mit anderen Worten: Satt dass Sie sich alle 3-4 Jahre eine neue Grafikkarte zulegen, kann es Sie günstiger kommen, wenn Sie sich bereits alle 1-2 Jahre eine neue Grafikkarte kaufen. Denn auf diese Weise benötigt Ihre neue Grafikkarte nicht so viele (und teuer erkaufte) Leistungs-Reserven. Auch der Wiederverkaufswert gebrauchter Grafikkarten ist stabiler, wenn diese nicht so leistungsstark waren. Teure Grafikkarten dagegen, verlieren sehr schnell und auch sehr viel an Wert.

Unser Kauf-Tipp !
Gebrauchte Grafikkarten sind eine gute Alternative, zu neuen Modellen. Denn selbst bei gleicher Leistung kosten 2-3 Jahre alte Modelle meist nur die Hälfte und bietet dabei eine gute Preisstabilität. Wer also eine gebrauchte Grafikkarte kauft und ein Jahr verwendet, hat anschließend gute Chancen sie wieder zum Einkaufspreis oder zu einem annähernd gleichen Preis zu verkaufen. Auf diese Weise kann man – ohne viel Geld auszugeben – stets ein Leistungs-Niveau halten. Achten Sie nur darauf wo und von wem Sie eine gebrauchte Grafikkarte kaufen. Empfehlenswert sind Forums-Marktplätze von größeren Online-Computer-Magazinen, denn erfahrungsgemäß finden sich dort nur wenige unseriöse Anbieter.

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