Maus: Sensor

Maus: Sensor

In manchen Fällen ist es wichtig, die Qualität des Maus-Sensors zu hinterfragen. Computermäuse verwenden nämlich einen optischen Sensor, mit dem sie den Untergrund beleuchten und abphotographieren. Anhand von auftretenden Veränderungen bestimmten sie schließlich die Richtung und die Geschwindigkeit, mit der die Maus sich bewegt. Da heutige Sensoren oft überqualifiziert sind, gibt es für gewöhnlich keine Probleme. Ausnahmen zeigen sich jedoch bei besonders leistungsarmen sowie bei besonders leistungsstarken Sensoren.

Leistungsarme Sensoren kommen zum Einsatz, wenn beispielsweise eine schnurlose Maus längere Zeit mit einer Batterie-Ladung auskommen muss (mehrere Monate). Sie verfügen über eine geringere Leistungsfähigkeit bei der Bewegungs-Erkennung (meist um den Faktor 50), haben dafür aber einen sehr geringen Strombedarf. Um diesen noch weiter zu senken, arbeiten sie mit verschärften Stromsparmodi, die schon nach einigen Millisekunden Inaktivität greift und sich dann immer weiter steigert, je länger die Maus inaktiv bleibt. Je tiefer ihr Schlaf wird, desto weniger Strom wird benötigt, doch desto länger benötigen sie dann zum Aufwachen. So gibt es auch schnurlose Mäuse, die 1-2 Sekunden benötigen, um aus einem absoluten Tiefschlaf zu erwachen. Manche verwenden hierfür auch einen zusätzlichen Sensor, der feststellt, ob eine Hand auf der Maus aufliegt oder nicht. Entsprechend funktionieren diese Mäuse nur, wenn dieser Sensor vollständig mit der Hand abgedeckt wird.

Leistungsstarke Sensoren werden dagegen gerne aus Markteting-Gründen eingesetzt. Da ihre hohe Leistungsfähigkeit in Zahlen sehr werbewirksam dargestellt werden kann, sind sie oft auch da im Einsatz, wo sie gar nicht benötigt werden. Und weil die technische Weiterentwicklung nicht so schnell voranschreitet, verwendet man auch gerne Sensoren aus anderen Entwicklungsbereichen. So kamen zum Beispiel zu den üblichen 2D-Sensoren, auch 3D-Sensoren hinzu, weil sie eine höhere 2D Genauigkeit boten. Probleme zeigen sich dann bei anspruchsvollen Anwendern (in der Regel bei Computerspielern). Wenn diese Anwender einen leistungsarmen Sensor oder einen 3D-Sensor verwenden, dann führt dies unter Umständen zu unerwarteten Bewegungen während des Spielens. Einfach weil nicht alle Bewegungs-Informationen erfasst und umgesetzt werden oder weil zu viele erfasst und umgesetzt werden. Daher sollten Computerspieler besonders vorsichtig bei der Wahl ihres Eingabegerätes sein. Pauschal lässt sich daher ein Typ Sensor nicht als gut oder schlecht betitelt. Jeder hat seine Vor- und Nachteile und damit seine Existenzberechtigung.

DPI (alias CPI)
Mit dem DPI-Wert wird die Feinheit der Bewegung definiert. Sie gibt an, wie viele Bildpunkte der Mauszeiger über den Bildschirm wandert, wenn man die Maus um die Entfernung von einem Inch (25,4 mm) bewegt. Bewegt man beispielsweise eine 2000 DPI Maus um einen Zentimeter, dann wandert sie auf dem Bildschirm um fast 800 Bildpunkte weiter. Einige der modernen Sensoren sind jedoch schon so genau, dass sie bereits Bewegungen erkennen können, die weniger als 3 µm betragen (0,003 mm). Solch eine hohe Präzision erscheint aber selbst vielen anspruchsvollen Computerspielern kontraproduktiv. Denn wenn diese Sensoren jede noch so kleine Bewegung umsetzen, sorgen sie dafür, dass der Mauszeiger unruhig wird und im Endeffekt wegen der erhöhten Unruhe die Steuerung an Genauigkeit verliert.

Aus diesem Grund verwenden viele Mäuse mit hohem DPI-Wert einen DPI-Umschalter. Das ist eine auf der Maus angebrachte Taste, mit der man den DPI-Wert zwischen zwei oder mehreren Werten umschalten kann. So kann man situationsbedingt wählen, ob man gerade einen hohen DPI-Wert verwenden möchte, der große und schnelle Bewegungen durchführt. Oder einem niedrigen DPI-Wert, der kurze aber sichere Bewegungen erlaubt. Damit erklärt sich auch, warum bei vielen Mäuse-Herstellern weiterhin die DPI-Werte anwachsen. Einfach nur um dem Anwender die Möglichkeit zu geben, zwischen einem größeren Spektrum von Genauigkeit und Geschwindigkeit umzuschalten.

Unser Kauf-Tipp !

Anwendertyp
DPI / CPI Wert
Büroanwender
500 DPI bis 2000 DPI
Grafiker
1000 DPI bis 3000 DPI
Computerspieler
ab 3000 DPI

Hohe DPI-Werte sind nicht nur für Computerspieler interessant, sondern genauso auch für Grafiker, die an sehr hochauflösenden Monitoren arbeiten. Es kann daher nicht schaden, sich für eine Maus mit höherem DPI-Wert zu entscheiden. Denn dank DPI-Umschalter kann man sie auch jederzeit niedriger einstellen.

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