Audio: Tonqualität

Viele Anwender vermeiden den Kauf einer besseren bzw. teureren Soundkarte, weil sie sich selbst als Laien sehen und der Ansicht sind, dass sie die feinen Klang-Unterschiede ohnehin nicht wahrnehmen würden, die ihnen eine bessere Soundkarte bieten könnte. Es also raus geschmissenes Geld wäre. Tatsächlich ist aber selbst ein Laie durchaus in der Lage nennenswerte Unterschiede heraus zu hören. Ganz besonders dann, wenn er zuvor immer nur mäßige Tonqualität gewohnt war. Daher sollte – selbst für einen Laien – die Tonqualität von besonderer Bedeutung sein.

Die Tonqualität geht mit der Genauigkeit und Präzision konform, mit der ein Audio-Geräte arbeitet. Je genauer es seine Arbeit verrichtet, desto hochwertiger ist es. Um also festzustellen, wie genau ein Audio-Gerät arbeitet, spielt man mit ihm einfach eine Reihe von Audio-Signalen ab und zeichnet das Resultat wieder auf. Dann vergleicht man das ursprüngliche Original-Signal mit dem aufgezeichneten Signal. Je größer die Unterschiede, desto schlechter das Gerät. Je kleiner die Unterschiede, desto besser ist es.

Um Unterschiede festzustellen, betrachtet man sich zwei Merkmale. Das eine ist die Verzerrung, das andere ist das Rauschen. Um das jeweilige Merkmal in einem Zahlenwert auszudrücken, verwendet man unterschiedliche Disziplinen. Für Verzerrungen gibt es die Messung des Frequenzgangs, der gesamt-harmonischen Verzerrung (THD) oder der Intermodulation. Wohingegen das Rauschen in Form des Störpegels oder des Pegelumfangs ausgedrückt werden kann. Diese fünf Disziplinen können vereinzelt sogar noch in Unterdisziplinen unterteilt werden, um beispielsweise eine ganz bestimmte Verzerrung darzustellen. Doch in solch wissenschaftliche Genauigkeit abzugleiten macht keinen Sinn. Für Sie sollte nur wichtig sein, dass Sie hier bis zu 5 Leistungs-Disziplinen haben, mit denen sie verschiedene Audio-Geräte miteinander vergleichen können.

Disziplin
empfohlener min./max. Wert
Ziel
Frequenzgang
+0,1 dB / -0,1 dB
jeweils ein Wert nahe Null ist besser
THD
+0,002 %
kleiner ist besser
Intermodulation
+0,01 %
kleiner ist besser
Störpegel
-90 dBA
ein höherer negativer Wert ist besser
Pegelumfang
+90 dBA
höher ist besser

Beim Vergleich verschiedener Audio-Geräte ist es keineswegs notwendig alle Disziplinen zu bemühen. Für den Otto-Normalanwender, der lediglich zwischen Gut und Schlecht unterscheiden möchte, genügt es, wenn das jeweilige Produkt sich in 1-2 Disziplinen behaupten kann. Wir haben nur mehrere Disziplinen aufgeführt, damit Sie auch mit Sicherheit Vergleichsmöglichkeiten bzw. gemeinsame Nenner finden. Nur für den Fall das die Hersteller nicht die Werte aller Disziplinen aufführen.

Unser Kauf-Tipp !
Bedauerlicherweise geben Hersteller preiswerter Soundkarten kaum oder keine Leistungs-Informationen über ihre Produkte heraus. Stattdessen wird aber oft der verwendete Audio-Chip angegeben. Dessen Namen kann man im Internet suchen und erhält so doch noch die gewünschten Leistungswerte. Doch Vorsicht! Es kommt immer wieder vor, dass diese Werte nicht immer der Realität entsprechen. Daher kann man diese Werte nur schlecht Hersteller-Übergreifend vergleichen. Das ist aber unter Umständen gar nicht notwendig, denn es gibt nicht viele Audio-Chip-Hersteller. Und so kann man die gefundenen Leistungswerte dafür nutzen, um zumindest alle Produkte innerhalb eines Herstellers miteinander zu vergleichen. Sollten Sie dennoch auch Hersteller-übergreifend vergleichen wollen, dann bleiben Sie besonders bei preiswerten Produkten sehr skeptisch.

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