Arbeitsspeicher: Arbeitstakt

Der effektive Arbeitstakt – mit dem die Hersteller ihren Arbeitsspeicher bewerben – ist irritierender-weise kein realer Arbeitstakt. Es ist vielmehr ein gemeinsamer Nenner, um die alten SDRAM-Speichermodule mit den neueren DDR-SDRAM-Speichermodulen vergleichen zu können. Dieser Bezug hat sich über die Jahre und Generationen auch immer weiter vererbt, so dass man nach wie vor diesen effektiven Arbeitstakt als Referenz-Angabe verwendet. Denn den tatsächlichen Arbeitstakt kann man leider nur schwerlich einsetzen, da es von ihm gleich zwei unterschiedliche gibt mit denen ein Speichermodul arbeitet (einmal für die Anbindung der Speichermodule und einmal für die der Speicherchips). Aus Marketing-Gründen und um den Kunden nicht weiter zu verwirren, wird daher der Arbeitsspeicher – sofern von einem Arbeitstakt die Rede ist – in der Regel mit seinem effektiven Arbeitstakt beschrieben.

Typ
effektiver Arbeitstakt
Alias
Datenrate
SDRAM
66 MHz bis 166 MHz
PC-66 bis PC-166
533 MB/s bis 1333 MB/s
DDR
200 MHz bis 400 MHz
PC-1600 bis PC-3200
1600 MB/s bis 3200 MB/s
DDR 2
400 MHz bis 1066 MHz
PC2-3200 bis PC2-8500
3200 MB/s bis 8500 MB/s
DDR 3
800 MHz bis 2133 MHz
PC3-6400 bis PC3-17000
6400 MB/s bis 17000 MB/s
DDR 4
2133 MHz bis 2800 MHz
PC4-17000 bis PC4-22400
17000 MB/s bis 22400 MB/s

Der effektive Arbeitstakt ist als eine Art Höchstgeschwindigkeit oder als maximaler Leistungswert zu verstehen, den der Hersteller festgelegt hat. Je höher der Arbeitstakt, desto schneller können die Speichermodule arbeiten. Wie schnell sie tatsächlich arbeiten, hängt aber auch von weiteren Faktoren ab. So zum Beispiel von dem Computer in dem Sie verwendet werden. Oder auch von der Anzahl der Speichermodule die gleichzeitig in diesem Computer genutzt werden. Als Beispiel kann man hier das Auto und den Straßenverkehr aufführen. Wenn ein Auto bis zu 160 km/h schnell fahren kann (laut seinem Hersteller), dann bedeutet dies nicht, dass es auch tatsächlich immer 160 km/h fährt. Die tatsächliche Geschwindigkeit ist vom Fahrer sowie der jeweiligen Straße und dessen Tempolimit abhängig. Ganz genauso verhält es sich auch mit dem effektiven Arbeitstakt.

Unser Kauf-Tipp !
Sofern man innerhalb seines verwendeten Arbeitsspeicher-Typs bleibt, kann es sinnvoll sein Arbeitsspeicher einzusetzen, der einen höheren effektiven Arbeitstakt beherrscht. Also eine höhere Geschwindigkeit erreichen kann, als die die man benötigt. Denn auch wenn man diese nicht nutzen kann, besteht die Möglichkeit, dass man irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt diesen Arbeitsspeicher in einem anderen Computer verwendet, der dann diese Leistung doch noch umsetzt. Extra für diese Eventualität große Geldsummen auszugeben, macht natürlich keinen Sinn. Doch neuerer und moderner Arbeitsspeicher ist oft auch günstiger oder zumindest gleich teuer. So dass man unter Umständen für diese zusätzliche Leistung kein Geld ausgeben muss oder sogar noch Geld spart.

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