Gehäuse: Externe Funktionen

Gehäuse: Externe Funktionen

Beim Kauf eines Gehäuses sollte man unbedingt einen Blick auf die gebotenen Funktionen werfen. Denn ein Gehäuse soll nicht nur ein Aufbewahrungs-Ort für den Computer sein, sondern auch dem Computer wie auch dem Anwender die Arbeit erleichtern. Überlegen Sie sich genau welche Funktionen Sie benötigen und vor allem, ob diese Funktionen in der jeweiligen Gehäuse-Wahl gut umgesetzt wurden. Denn eine jede Funktion kostet Geld.

Sehr wichtig sind die Frontanschlüsse eines Gehäuses. Bei ihnen sollte man darauf achten, ob diese oben oder unten platziert sind. Dazu zählen vornehmlich die USB-Anschlüsse und der Einschaltknopf. Unten platzierte Bedienelemente sind vorteilhaft, wenn das Gehäuse auf dem Tisch stehen soll. Oben liegende Bedienelemente sind dagegen von Vorteil, wenn das Gehäuse unter dem Tisch platziert wird. Je nachdem wo Sie Ihr Gehäuse hinstellen möchten, sollten Sie darauf achten, dass die dafür passenden Bedienelemente in Griffweite bleiben.

Funktion
Anmerkung
USB
Bei USB-Anschlüssen unterscheidet man zwischen den einfachen USB2.0 Anschlüssen und den (blauen) USB3.0 Anschlüssen. Beide Anschlussarten erlauben den Einsatz von USB2.0 und USB3.0 Geräten. Doch nur die USB3.0 Anschlüsse bieten den USB3.0 Geräten auch eine höhere Übertragungsrate. Seit 2015 gibt es auch Gehäuse mit der USB Typ-C Buchse. Doch die schleppende Einführung dieser neuen USB-Schnittstelle, lässt sie für Anwender uninteressant wirken.
eSATA
Bei eSATA handelt es sich um einen externen SATA-Anschluss. Darüber lassen sich externe SATA-Laufwerke (z.B. Festplatten) direkt mit der Hauptplatine verbinden, um ihre maximale Übertragungsrate zu erreichen. Besonders populär ist er nicht. Seit seiner Einführung fristet er ein Nischendasein, daher ist er auch bei Gehäusen zunehmend seltener anzutreffen.
Audio
Die Audio-Anschlüsse in der Front eines Gehäuses bieten dem Anwender ein direkten Zugang zu den Audio-Buchsen. Ihr Einsatz ist nur empfehlenswert, wenn man Kopfhörer, Mikrofon oder Headset öfter ein und ausstecken muss. Oder wenn das Kabel zu kurz ist, um bis zu den hinteren Audio-Anschlüssen zu reichen. Zu beachten ist, dass beim Einsatz von Front-Anschlüssen, die rückseitigen Anschlüsse ihre Funktion verlieren. Sie müssen sich also zwischen den vorder- und den rückseitigen Anschlüssen entscheiden. Beide kann man (in der Regel) nicht nutzen.
Staubfilter
Staubfilter empfehlen sich bei den Lüfter-Öffnungen eines Gehäuses. Jedoch nur bei denen, wo die Lüfter ins Gehäuse-Innere Luft befördern. So kann die Luft vorher von Staubpartikeln befreit werden, die anderenfalls die Kühler im Gehäuse verstauben würden (was wiederum deren Kühlleistung senkt). Staubfilter machen aber nur Sinn, wenn man sie regelmäßig reinigt, entsprechend empfehlen sich Staubfilter, die leicht herausnehmbar sind.
Drehregler
Manche Gehäuse bieten Regler zur Kontrolle der Lüfter-Geschwindigkeit. Auf diese Weise kann man die Leistung der Lüfter den gegebenen Umständen dynamisch anpassen. Zwar kühlen langsam drehende Lüfter schlechter, doch dafür arbeiten sie auch leiser bis lautlos.
Front-Tür
Eine Front-Tür hinterlässt einen aufgeräumten Gesamteindruck. Hochwertige Modelle bieten gute Scharniere, eine Magnet-Halterung sowie einen Schließ-Dämpfer (aus Gummi oder Filz). In der Regel sind Türen einseitig schließbar. Es gibt aber auch Modelle, bei denen sich die Schließseite ändern lässt.

Unser Kauf-Tipp !
Um Kosten zu sparen, haben die Hersteller günstiger Gehäuse schon vor Jahren damit begonnen, am Material zu sparen. Nicht nur die Qualität, sondern vor allem auch die Menge (Dicke) des Metalls wird reduziert. Das Resultat sind preiswerte Gehäuse, die schlecht verstrebt sind und sich schon bei geringem Kraftaufwand verformen. Die Seitenteile sind dann oft nicht passgenau und lassen sich schlecht schließen. Abstehende Teile (im oder am Gehäuse) verbiegen schnell und in Folge dessen platzt dann auch die Lackierung leichter ab. Wer ein wertiges Gehäuse sucht, sollte sich daher am Gewicht orientieren. Ein Midi-Tower sollte mindestens 6 kg schwer sein. Bei einem Big-Tower sollten es mindestens 10 kg sein. Es gibt durchaus Ausnahmen. Doch die Regel besagt, je schwerer, desto robuster und desto langlebiger.

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